Aarefeldschulhaus

Lärm und Gestank sowie beschränkte Raumverhältissen im ehemaligen Platzschulhaus auf dem Rathausplatz zwangen den Gemeinderat in den 1870-Jahren zum handeln. So wurde 1876/77 nach Entwürfen des Thuner Architekten Josef Merz das Aarefeldschulhaus erbaut und bot Raum für 9 Primarklassen für je 50-60 Schülerinnen und Schülern. Es stand vis-à-vis der Velomatte, auf der dann 1923 der neue Bahnhof gebaut wurde. Durch seine symmetrische Anlage, die Eckquaderungen, hohe schmale Fenster und einen tempelartigen Dreieckgiebel, stellte das Schulhaus in Thun ein Statussymbol für das Bildungswesen dar.

1917 schlagt die Generaldirektion der SBB vor, das Aarefeldschulhaus als Aufnahmegebäude des neuen Zentralbahnhofes zu benutzen und umzubauen.

Die ehemalige Aarefeld-Turnhalle, in welcher nicht nur geturnt worden ist, sondern die bis 1918 auch zur Abhaltung der Gemeindeversammlungen diente, wurde zur Zeit des Bahnhof-Neubaus abgebrochen und auf der Ittenmatte neu aufgestellt. Jahrzehntelang waren im Keller dieser Turnhalle auch die Rollen des Wocherpanoramas eingelagert, welches 1961 im Schadaupark seinen endgültigen Platz bekam. Heute steht ungefähr an ihrer Stelle das Geschäftshaus der Firma Adolf Schaer.

1991 stimmten die Thunerinnen und Thuner dem Überbauungsplan Aarefeld zu. Das Schulhaus wurde im August 1996 geschlossen und 1999 abgebrochen um der Errichtung des Aarefeldplatzes sowie Geschäften (Manor) und Wohnungen Platz zu machen. Heute erinnert nur noch der ehemalige Schulhausbrunnen, der jetzt auf der rechten Seite am Anfang des Bälliz steht, an das ehemalige Aarefeldschulhaus.

 

ehemaliger Standort:

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