Spital Thun

Die Geschichte des Spital Thun reicht bis ins 17. Jahrhundert. Damals stand das Spital noch auf dem Thuner Rathausplatz. 1352 wird eine Kapelle beim Spital erwähnt.

1855 – 1873: Altes Krankenhaus an der Bernstrasse, welches seit 1931 als Burgerheim genutzt wird.

1866: Pfarrer August Hopf kauft auf eigene Rechnung hinter der Burg Land für den Bau eines zeitgemässen Thuner Spitals. 1872–73 wird das Vorhaben mit Spenden realisiert. Das Spital Thun war geboren.

1873: Eröffnung des sogenannten Bezirks-Krankenhaus Thun mit 24 Betten. Zum Krankenhaus gehörten diverse Nebengebäude, erbaut zwischen ca. 1880 und 1920: Gärtnerei, Bienenhaus, Waschhaus, flach gedeckte Leichenhalle u. a.

1902 kam unmittelbar hinter das Spital Thun das sogenannte «Absonderungshaus» für 17 Patientinnen und Patienten mit ansteckenden Krankheiten wie Nervenfieber, Diptherie, Pocken, Cholera und Pest hinzu. Der Name war immer umstritten. So steht etwa im Jahresbericht von 1925: «An die historische Bezeichnung ‘Siechenhaus’ oder ‘Blaternhütte’ wird heute kaum jemand denken, der das Gebäude besichtigt hat. Auch der Name ‘Absonderungshaus’ dürfte nicht mehr ganz zutreffen. Es wäre vielleicht für dieses Gebäude einfach die Bezeichnung ‘Ostbau’ zu empfehlen».

1914 entstand ein erster grosser Erweiterungsbau des Spital Thun. Im Park vor dem Haupteingang stand ein Holzpavillon.

In den 1950er- und 1960er-Jahren konnte kam die Schwesternschule, das Schwesternhaus und das Bettenhaus dazu.

1987 wurde der Neubau des Spital Thun von 1914 in Betrieb genommen und als letztes grosses Bauprojekt 2012 das Notfallzentrum eröffnet.

 

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