Lerchenfeld

Zollhaus Lerchenfeld
Ehemaliges Zollhaus im Lerchenfeld

Beim 1522 errichteten Zollhaus (heute ein Restaurant) erhob die Stadt Thun bis ins Jahr 1714 Brückenzoll. Die Kander floss hier vor dem Durchstich durch den Chandergrienwald und etwa 600 Meter weiter unten in die Aare. Ab 1870, das Land war jetzt trockengelegt, begann die Überbauung mit Wohnhäusern und Anlagen des Bundes. 1874–75 entstanden im Bereich der Abzweigung der Lerchenfeldstrasse von der Allmendstrasse die ersten Häuser. Um 1885 begann die Bebauung am andern Ende der Lerchenfeldstrasse, nahe der Bahnlinie. Eine grössere Bautätigkeit setzte aber erst nach der Jahrhundertwende ein. Im zukünftigen Arbeiterquartier, das noch um 1920 nur von den drei parallel geführten Feuerwerker-, Lerchenfeld- und der Langestrasse erschlossen war, entstanden auf den langen schmalen Parzellen etappenweise Wohnhäuser für zwei bis drei Familien, oft mit Kleingewerbe oder Laden und angebautem Ökonomieteil. Die Anlage folgte in der Regel dem gleichen Schema: Vorgarten, giebelständiges Haus, baumbestandene Hofstatt ein Stück Acker- oder Weideland. Dies ergab im rückwärtigen Teil der Parzellen eine parallel zur Quartierstrasse verlaufende Grünzone, die zu einem charakteristischen Strukturelement des Lerchenfelds wurde. Für Angestellte der Eidgenössischen Betriebe war das Lerchenfeld ideal gelegen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Quartier auf streng orthogonalem Strassensystem kontinuierlich weiter ausgebaut. 1926 wurden ein eigenes Schulhaus erstellt (Langestrasse 47) und eine Haltestelle der Gürbetalbahn eröffnet (heute nicht mehr im Betrieb), was die Attraktivität des Lerchenfelds als Wohnlage erheblich steigerte.

Ein Gedanke zu „Lerchenfeld

  • 10. Juni 2019 um 10:00
    Permalink

    wau i ha o dert gwohnt bis i 5jährig bi gsy! bir busendstation, de si mr aube bim zun gstande u hei mit em buschaufeur gschnäderet u teu hei aube es täfeli für üs gha! ga kömerle si mr is koni, id beckerei hermann u id metzg zum rickli wo üs aube es redli wurst het gä! mini grosseltere hey grad näb dr chiuche gwohnt, we die bimbelet het, hesch dis eigete wort nümme verstande. ja oh si hei e grosse garte, mit gmües, beeri, öpfu, bire , zwätschge u reniglode gha! e chüngeli stau u dr bärnersennehung wo ums hus zottlet isch! bevor me het e chüuschrank het gha, het me es erdloch gha, bis es es rise gfrierhus im quartier het gä! d milch het me aube vom milchmaa im ne blaue chübeli abgfüllt übercho u früecher sicher mit em miuchchesseli!

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.