Lauitor und Lauitorplatz

Lauitor 1814 (Auschnitt Wocherpanorama)Das Lauitor früher Lowinthor genannt, bekam seinen Namen von Lowinen was so viel heisst wie Lawine, wobei dabei eine Geröll- oder Schuttlawine gemeint ist, die früher im Lauenenquariter (früher Lowenen) niederging.

Im Jahre 1840 wurde der Lauitorturm abgebrochen, um den stets zunehmenden Verkehr in das damals aufblühende Fremdenquartier Hofstetten und zu der neuen Dampfschiffländte (der Dampfschiffsverkehr auf dem Thunersee wurde 1835 eröffnet) zu erleichtern. 36 Jahre später wurde ein weiterer Turm, das Berntor abgebrochen.

Mit dem Tor fielen leider die zinnengekrönten Mauern zwischen dem «Schwarzen Turm» und der Helferei. Der Schutt diente zur Auffüllung des Wallgrabens und zur Nivellierung des Platzes. Rings um den Platz standen die Häuser des Tischmachers Nesteli, des Zöllners und Nagelschmiedes Samuel Müller und das Landhaus. Vor diesem fanden bei schönem Wetter die Landtage und Gerichtsverhandlungen statt.

Bis zur Aare hinab war ein freier Platz, wo Holz und Kaufmannsgüter gelagert werden konnten. Bei der Ausscheidung von 1859 ging der Lauitorplatz mit zwölf Düngergruben an die Einwohnergemeinde über. 1862 beriet man über die Verlegung des Gemüsemarktes vor das Lauitor. Er kam dann auf das Plätzli, der Kartoffelmarkt dagegen auf den Lauitorplatz. Mehrmals genannt sind ferner die Kohlenhaufen, die Obere Badstube, die 1842 erstellte Quaimauer, der Reckweg an der Aare und das Waschhaus mit dem Tröckneplatz, wo einst – immer laut Chronist – die Zünglein der Wäscherinnen ebenso lustig wie emsig plapperten.

Quellen: Thuner Tagblatt vom 21.01.1977, Div.

Standort

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